One Year Down Under ...

Wednesday, November 23, 2005

Blue Mountains II

So, nun sind schon wieder fast 4 Wochen vergangen, seit der Jan im schoenen Sydney gelandet ist. Am Sonntag heisst es dann schon wieder: "Adieu Sydney, Servus Deutschland." Aber ich denke in den 4 Wochen hat er so viel gesehen, wie andere in einem halben Jahr. Ein wichtiger Punkt auf der Aktivitaeten-Liste wurde am Wochenende abgehakt - die Blue Mountains. Nach unseren guten Erfahrungen auf unserer ersten Tour, haben wir beschlossen, die ganze Sache einfach zu wiederholen - nur mit der Aenderung, dass wir dieses mal das Ziel der 33km Fahrradstrecke ueber "Stock und Stein" auch erreichen wollten. Damit dies gelingen konnte, hiess es spaetestens 9 Uhr Sydney zu verlassen und Richtung Westen aufzubrechen. Leider konnte die Jenny diemals nicht mitfahren, die Pflicht rief. So bestand unsere Maenner-Truppe aus Jan, Lennart, Theo, Axel (zwei Schulkollegen von Jan) und mir. Wir haben es auch tatsaechlich geschafft um 11 Uhr auf dem Rad zu sitzen um in die Wildniss aufzubrechen. Und siehe da, nach ca. 3h muehsamer Anstiege (meist zu Fuss) und waghalsiger Abfahrten standen wir doch tatsaechlich an unserem Ziel, einem Plateau mitten in den Blue Mounaints welches einen atembreaubenden Ausblick auf die umliegenden Taeler und Seen bot - Wahnsinn!!! Nach einer zuenftigen Brot und Bierzeit ging es dann wieder Richtung Katoomba, unserem Ausgangspunkt. Der Abend wurde dann mit einem wohlverdientem Barbeque eingelaeutet und danach gab noch einmal jeder seine Sicht der begangen Heldentaten bei einem kuehlen Bier wieder. Am naechsten Morgen ging es nach einem reichhaltigen Fruehstueck (das YHA hat seinen guten Eindruck mal wieder bestaetigt) weiter Richtung Westen zu den Wentworth Falls. Trotz einiger Wehwechen vom Vortag entschieden wir uns fuer den langen Walk rund um die riesigen Wasserfaelle. Und wir sollten es nicht bereuen. Egal ob von oben oder nach einen unglaublich steilen Abstieg von unten, die Wasserfaelle und Felsformationen waren einfach UNGLAUBLICH! Leider kann man das nur schwer mit Fotos wiedergeben... . Auch dieser Tag fand viel zu schnell sein Ende. Am Abend schauten wir noch einmal bei Shelly zum BBQ vorbei. Sie hatte gerade Besuch von einer Freundin und deren Mann aus Brisbane. So ganz nebenbei erfuhren wir dann, wer da am Tisch sass. Der nette Mann war Duncan Armstrong, Olympiasieger im 200 Freistil 1988 in Seoul und ein bekannter Moderator hier in Australien. So konnten wir noch der ein oder anderen Geschichte aus seinem "Naehkaestchen" lauschen. Geiles Wochenende!
Ansonsten laeuft alles super hier zur Zeit. Ich habe glaube ich zum ersten mal in meinem Leben fuer 3 Monate keine Verplichtungen (Arbeit, Uni, ...) und fange langsam an, dass richtig zu geniessen. Sydney bietet wirklich genug um jeden Tag im Jahr was anderes zu unternehmen - vorrausgesetzt, man hat das noetige Kleingeld. Aber dafuer sorgt ja Jenny ;-) Ne, im Ernst, Jenny ist richtig gut angekommen im "Crowzone-Cafe" und mitlerweile ein fester Bestandteil des Teams. Dank des humanen Steuersystems bleibt am Ende auch richtig was uebrig, was das Leben hier schon einfacher macht - Danke, Jenny!!! Wie ihr seht, alles i.O hier und bald geht es ja auch auf grosse Reise...

Das soll's erst mal gewesen sein! Bis bald,

Jenny & Rene

Wednesday, November 09, 2005

New face in town…

Wie schon angekündigt, ist der Jan für 4 Wochen in Sydney. Und er hat sich dafür eine gute Zeit ausgesucht. Zum einen ist das Wetter nach deutschen Verhältnissen mittlerweile hochsommerlich und zum anderen habe ich jetzt Zeit, ihm die vielen Seiten dieser geilen Stadt zu zeigen (zumindest die paar, die ich schon gesehen hab…) Und Zeit habe ich jetzt endlich im Überfluss, denn meine Final-Exams am Montag und Dienstag habe ich jetzt endlich hinter mir. Es war ganz schön schwer…fachlich wie auch sprachlich. Im Gegensatz zu Vorträgen oder Hausarbeiten hat man ja keine Zeit sich vorzubereiten und bei der Zahl an Aufgaben auch keinen Spielraum um sich großartig Gedanken über die Wortwahl oder Grammatik zu machen. Habe es am Dienstag auf 20 Seiten in 3,5h gebracht und möchte nicht in der Haut des Profs stecken, der das lesen und korrigieren muss. Denke aber, dass ich beides bestanden habe und somit das Semester erfolgreich abgeschlossen habe. Die Endnoten werden gegen Weihnachten erwartet, das wird bestimmt ne schöne Bescherung... Sind am Dienstag dann direkt von der Uni in den Pub. Die meisten der Leute die mit waren, haben an diesem Tag ihre letzte Prüfung für den Master geschrieben und so waren nachmittags um 4 ca. 6 Runden Bier und Tequilla abgearbeitet. Da ich im Zwischensemester angefangen habe und noch ein Semester vor mir habe, blieb es für mich bei Cola ;-)
Aber zurück zu Jan. Sind gleich vom Flughafen nach Bondi Beach gefahren und haben dort gefrühstückt. Es hat also genau eine Stunde gedauert, um ihn für diese Stadt zu begeistern. Mittlerweile haben wir schon einige Punkte vom „Pflichtprogramm“ in Sydney abgearbeitet: Surfen in Manly, BBQ bei Shelly, diverse Festivals und natürlich BingGAY! Aber keine Angst, die Chance bei dem Angebot an Frauen hier schwul zu werden ist äußerst gering. (hoffentlich liest das die Jenny nicht…) Falls doch: Love U! Nächstes WE wollen wir (Jan, ein paar Kollegen aus seiner Sprachschule und ich) unsere Blue Mountains Tour noch mal wiederholen, hoffentlich werden wir nicht von der Sonne gebraten! Und so langsam geht es auch auf den ersten größeren Trip zu. Muss langsam anfangen meine Karre Ungeziefersicher zu machen.
Wie ihr seht, fängt jetzt die wirklich schönen Zeit erst an. Das heißt aber nicht, dass wir nicht das ein oder andere Mal Heimweh haben - wir sind jetzt genau 4 Monate hier. Zum Glück bekommen wir immer mal eine kleine Motivation aus der Heimat. Jan hat ein fettes Paket deutscher Süßigkeiten von Jen's Mom mitgebracht (DANKE!!!) und Heiko hat mir die ersten beiden Heimspiele der Rockets auf DVD geschickt (noch mal DANKE!!!), so waren wir beide glücklich. Wir haben auch endlich ordentliches Brot und ne gescheite Salami ausfindig machen können und sind somit auch ernährungstechnisch nicht ganz so weit von Deutschland weg. Auch mein Gulasch "ala Preusso" kann sich laut Jenny so langsam mit Muttern’s Küche messen. Allerdings glaube ich ja, dass sie da gelogen hat!

Hoffe es geht euch allen gut und ihr besucht uns weiterhin regelmäßig in diesem Blog!

Viele Grüsse von Jenny, Jan und Rene

Sydney exclusive...

Hier mal ein kleiner Beitrag für alle die sich etwas für Autos interessieren. Neben einem schicken CLK (hier nur unter Merc --> sprich „Mörk“ bekannt) und einem Kleinbus (für die ganzen Stifter) nennt unser Vermieter auch einen 1986er Lamborghini sein eigen. Und mit dem haben wir letzten Sonntag eine Spritztour gemacht. Da es schon um 8:00 Uhr losging und wir erst gegen 3:00 im Bett waren (mit mind. 1 Promille), war mir noch ein bisschen flau im Magen. Zum Glück hat das Ding kein Dach und der Fahrtwind sorgte für Besserung. Da Steve (unser Vermieter) im Immobiliengeschäft tätig ist, sind wir also ein bisschen durch die Nobelviertel im Norden Sydney’s gefahren und er hat mir zu fast jedem Haus …äh Schloss den Preis sagen können. Alle Preise lagen selbstverständlich in Regionen, die man als rechtschaffener, steuerzahlender Angestellter nie aufbringen kann. Aber schick war es. Naja, Lamborghini fahren in Sydney macht ungefähr soviel Sinn wie mit einer fetten Motorjacht auf dem Gothaer Parkteich zu fahren. Erlaubte Höchstgeschwindigkeit ist 70 km/h, d.h. wir sind über den 2. Gang nicht hinaus gekommen. Aber jeder der schon einmal in einem Auto mit einem 300 PS Heckmotor gefahren ist, weiß, das auch das Spaß machen kann! Sollte man doch mal auf die Idee kommen, den 3. oder 4. Gang einzulegen, sind die australischen Gesetzeshüter gut gerüstet. Passend zum hiesigen Autostandard (jede Karre ist irgendwie getuned, hat min. 25 Zoll Felgen und Omas altes Ofenrohr als Auspuff) ist auch die Polizei nicht ohne V8 und SuperSport-Austattung unterwegs (siehe Bild). Hm, irgendwie vermisse ich meinen 1,6er Golf…